Das falsche Leben

von Maja Nielsen

Themen

Diktatur  –  DDR  –  Ost-West  –  Spionage  –  Deutschland  –  Vertrauen  –  Freiheit  –  Verantwortung  –  Engagement  –  Autorität  –  Poliotik  –  Geschichte

Inhalt:

Hannover 1979. Koffer packen, die Schule benachrichtigen – Thomas, 16 Jahre, macht sich buchstäblich bei Nacht und Nebel mit seiner Familie auf den Weg in die DDR. Der Grund für den hastigen Aufbruch ist nicht der todkranke Opa auf Usedom, wie Thomas‘ Vater behauptet. Der Vater ist ein „Kundschafter des Friedens“, ein Spion der DDR, wurde enttarnt und muss sich nun in den Osten absetzen. So findet sich Thomas unvermittelt in einem falschen Leben wieder: in Ost-Berlin, an einer Schule mit Fahnenappell und Wehrkunde, von der Stasi bespitzelt. Alle Versuche der Familie, in den Westen zurückzukehren, misslingen. Thomas und seine Eltern landen im berüchtigten Stasi-Gefängnis Bautzen II … Eine wahre Geschichte aus der Zeit des geteilten Deutschland

Angaben zum Buch:

Titel: Das falsche Leben
Autorin: Maja Nielsen
Verlag: Gerstenberg (2025)
ISBN: 978-3-8369-6355-8
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Kommentar:

Dieses Buch sollte in allen Schulen als Klassenlektüre Einzug halten. Maja Nielsen kann man besten Gewissens als eine hervorragende Autorin zum Thema politische Bildung preisen. Nichts in diesem Buch ist ideologisch, alles ist sachliche Information und zugleich eine uns beeindruckende Geschichte, was es bedeutet, in einem autoritär geführten Staat zu leben. Für viele derer, die wir hier kennenlernen, ist das Leben bequem, erscheint sozial und gerecht. Aber die beiden Jungen Michael und Thomas haben, bevor sie mit ihren Eltern unfreiwillig in die DDR emigrieren mussten, Demokratie und Freiheit erlebt und sehen mit dieser Erfahrung hinter die Kulissen eines Gefängnisses, wie sie die DDR zu Recht nennen. Gut wäre, wenn junge Menschen diesen Roman lesen und sich mit dem Inhalt auseinandersetzen könnten, bevor sie eine Wahlkabine betreten. Wenn sie sich dann noch immer für dieses „Falsche Leben“, wie Maja Nielsen es dann nennt, entscheiden, dann ist das zwar unverständlich, aber demokratisch möglich. Andersherum geht das nicht, Michael und Thomas erleiden dies und wir Leser begleiten sie atemlos dabei.

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