Alle? Nicht alle!

von Kathrin Schärer

Themen

Gemeinsamkeit  –  Verschiedenheit  –  Anderssein  –  Selbstsein  –  Eigenheit  –  Empathie  –  Toleranz  –  Vielfalt  –   Einfühlungsvermögen  –  Perspektiven

Kurzbeschreibung:

Fuchs, Hase, Bär und Igel päsentieren uns überraschende Gegensatzpaare: »Alle essen, aber nicht alle mögen Gemüse«, »Alle bewegen sich, aber nicht alle mögen Sport« oder »Alle träumen in der Nacht, aber manche auch am Tag«. Witzig, charmant und berührend regt das Buch dazu an, Vorurteile abzubauen, Toleranz zu üben und das Leben in seiner Vielfalt zu schätzen.

Angaben zum Buch:

Titel: Alle? Nicht alle!
Autorin:  Kathrin Schärer
Verlag: Hanser (2025)
ISBN:  978-3-446-28263-6
Alter: ab 4 Jahren
Verlagsseite zum Buch ➚

Kommentar

30 Bilder-Geschichten, über die man mit Kindern immer wieder neu diskutieren kann: Fuchs, Hase, Bär und Igel präsentieren uns überraschende Gegensatzpaare: »Alle essen, aber nicht alle mögen Gemüse«, »Alle bewegen sich, aber nicht alle mögen Sport« oder »Alle träumen in der Nacht, aber manche auch am Tag«. Witzig, charmant und berührend regt das Buch dazu an, Vorurteile abzubauen, Toleranz zu üben und das Leben in seiner Vielfalt zu schätzen. Das spannende bei Kindern ist ja, dass sie sich manchmal innerhalb von wenigen Tagen vollkommen verändern. Jedes eindrückliche Erlebnis, und das können für Erwachsene vollkommen unbedeutend erscheinende Vorkommnisse sein, verändert und erweitert die Weltsicht der Kleinen. Gerade wenn es um moralische Urteile geht, hängt es total davon ab, wie gut Kinder schon unterschiedliche Positionen abwägen können. Aber auch das muss gut geübt werden. Kaum etwas an Kinderbüchern ist so unbeliebt, wie belehrt zu werden. Kathrin Schärer ist frei davon, in diese Falle zu tappen und hat dieses kleine große, kostbare Buch als Lehrstück vorgelegt, Erwachsenen zu vermitteln, wie man mit Kindern Bücher lesen sollte: Es gibt nie die Eine Wahrheit, es gibt immer auch das Gegenteil oder eine andere, neue Sicht, und es ist eine große Freude, das mit Kindern gemeinsam zu entdecken. Übrigens habe ich bei meinem Beispiel im Film zum Thema Sterben etwas ganz wichtiges vergessen: die kleinen Samenschiffchen, die aus dem Baum zur Erde rieseln, denn sie versprechen neues Leben. Alle müssen zwar sterben, aber überall gibt es neu keimendes Leben. Das wahrnehmen zu können, ist wie dieses Buch ein großer Trost, den vor allem all diejenigen brauchen, die erstmal gerne nur eine Seite einer Sache sehen können oder wollen. Die Öffnung für die anderen Seiten von Aussagen oder Meinungen ist Freiheit, nach der wir alle uns sehnen.

Hier für Leanders Lieblinge vorgestellt und empfohlen von Gabriele Hoffmann, LeseLeben e.V. – Über  www.leseleben.de  findet ihr viele weitere Buchempfehlungen (mit Kurzvideos) und Seminar-Angebote.

 

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