Denni, Klara und das Haus Nr.5

von Brigitte Werner

Themen

Freundschaft  –  Anderssein  –  Behinderung –  Down-Syndrom  –  Elternm  –  Nachbarn  –  Schmusetiere

Inhalt:

Geschichte über das Anderssein und den Umgang damit. Und über eine Freundschaft, die vieles verändert – selbst Menschen, von denen man es nie geglaubt hätte:

Zwei Tage vor den Sommerferien ziehen in Klaras Haus neue Mieter ein: Denni, Dennis Papa und Rübe. Klara weiß zuerst nicht, ob sie Denni mag, denn er ist ganz anders als alle, die sie kennt – er hat besondere Augen und spricht komisch. Doch dann stellt sie fest, dass sie mit Denni viel Spaß hat. Und Rübe und Hugo vertragen sich auch. Plötzlich geschehen in der Bebelstraße Nr. 5 die seltsamsten Dinge: Lothar, die Dackelschäferhundpudel-Bestie wird ein zahmes Lämmlein, Frau Schönegans, die blöde Gans, bekommt glänzende Augen, und ein Engel ist nicht mehr grün. Und das ist noch längst nicht alles.

Angaben zum Buch:

Titel: Denni, Klara und das Haus Nr.5
Autorin: Brigitte Werner
Illustrationen: Birte Müller
Verlag: Freies Geistesleben (2011)
ISBN: 978-3-7725-2146-1
Alter: ab 7 
Verlagsseite zum Buch ➚

Kommentar:

Klara ist ein wenig einsam. Die Mama ist Alleinerziehende und muss arbeiten. Wenn Klara aus der Schule nach Hause kommt, ist sie immer allein. Doch dann kommen Denni, sein Kucheltier Rübe und sein Vater als neue Mieter ins Haus Nr. 5, und die Einsamkeit ist vorbei. Nicht nur, dass Klara und Denni beste Freunde werden, auch Frau Schönegans wird zur lieben Nachbarin, und sogar die Dackelschäferhundpudel-Bestie Lothar wird zum zahmen SichindieArme springen-Kuschelhund. Das alles liegt an Denni, dessen Downsyndrom ihn zwar „anders“ erscheinen lässt, dessen selbstverständliche Unmittelbarkeit aber letztlich alle Herzen erobert. Das liegt auch an Klara, die alle Vorurteile in den Wind schlägt und einfach glücklich ist, dass sie jetzt ihr Leben mit Denni teilen darf.

Dieses Buch ist ein Glücksfall, ein wunderschönes Abschiednehmen von Vorurteilen, ein Lebensbuch, denn es erzählt davon, wie schön es ist, gut miteinander zu leben. Im Haus Nr. 5 gab es, bevor Denni einzogen war, auch dumme Leute. Frau Schönegans zum Beispiel war eine wirklich blöde Gans mit Meckerstimme, mit der sie nur Unsinn von sich gab. Und der Hausmeister Karl Heinz war wirklich gefährlich, und mit Lothar, seiner Hundegroll-Bestie, war überhaupt nicht zu spaßen. Doch Klaras bedingungslose Freundschaft zu Denni und Denni das Sonnenkind zusammen überzeugen letztlich absolut. Die LeserInnen dieser Geschichte aber wissen von Anfang an, wie „voll GE-NI-AL“ es ist, die Leute vom Haus Nr. 5 kennenzulernen.

Übrigens hat die Moral dieser Geschichte auch großen Wert für die Bildung der  Menschen einer pluralen Gesellschaft. Der Soziologe Marc Helbling sagt in der Zeit Nr. 27 vom 18. Juni 2026: „Es wäre… falsch zu sagen: weil jemand besonders gebildet ist, ist er besonders liberal und tolerant. An einem Studium allein liegt das nicht, die Weichen werden früher gestellt. Welche Einstellung ich zu Pluralität habe, wie ich mit Menschen umgehe, bildet sich schon im Kindesalter heraus, in der Familie, in der Grundschule. Langzeitstudien zeigen: Die Einstellungen zu Toleranz bleiben über das Leben hinweg stabil.“

einige weitere Bücher zum Thema Behinderung (alle empfohlen auch über LeseLeben):

  • Sieben Tage Mo
  • Tausendfühler Lars
  • Mama, Mia und das Schleuderprogramm

Hier für Leanders Lieblinge vorgestellt und empfohlen von Gabriele Hoffmann, LeseLeben e.V. – Über  www.leseleben.de  findet ihr viele weitere Buchempfehlungen (mit Kurzvideos) und Seminar-Angebote.

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